Zur Person

Wie kommt einer nur auf solche exotischen Ideen?

Als ich 1990 mit dem Studium der Geografie / Landschaftsökologie in Münster anfing, zog ich in eine 4er-WG im neunten Stock eines Hochhauses. Schnell vermisste ich die Kompostierung der Küchen- und Gartenabfälle, die ich bis dahin im elterlichen Garten anwendete.

In der neuen WG landeten damals noch sämtliche Abfälle im zentralen Müllschacht. Diesem schlimmen Zustand wollte ich eine sinnvolle, ökologische Alternative entgegengesetzen. Bald auch fiel mir ein Taschenbuch in die Hand, worin die Kompostierung in Holzkisten vorgestellt wurde; die Handhabung war noch sehr gewöhnungsbedürftig und verbesserungswürdig, aber in Ermangelung eines eigenen Gartens war diese Kistenkompostierung wenigstens ein Anfang.

Also baute ich - erst aus Spanplatten, so wie im Buch beschrieben - meine erste Kiste. Dank der Aufgeschlossenheit und der Geduld meiner damaligen Mitbewohner wurde zugleich auch eine Gesamtlösung für die gemeinsame Küche gefunden und akzeptiert.

Bald folgten weitere, verbesserte Kompostkisten, und ab 1993 versuchte ich bereits die Kisten zu vertreiben.

Dann hieß es 1995, ein Thema für meine Diplomarbeit zu finden. Spontan schlug ich bei meinem Professor die Sache mit der Kistenkompostierung vor, und der Vorschlag wurde dankend akzeptiert. Das Thema der Arbeit lautete: "Einsatz von Wurmkompostkisten in Wohnungen städtischer Verdichtungsräume am Beispiel der Stadt Münster".

Seitdem habe ich die Kistenkompostierung auf ihre Bedienungsfreundlichkeit und ihre Pflegeleichtigkeit hin immer wieder optimiert, und die Rückmeldungen von zufriedenen Humus-Biobox-Besitzern zeigen: das Konzept ist schon ziemlich ausgereift.
Natürlich bin ich nach wie vor für Verbesserungsvorschläge und Anregungen zum Thema offen und freue mich auf regen Austausch mit Kunden und Fachleuten.